Montag, 16. Oktober 2006
Eleonore Romana Bauer, Schüttelrohr, Trommeln, Gesang, die Früchte der Erde werden verfaulen, der Boden wird unfruchtbar werden und die Luft selbst wird stickig und schwer sein, meinen Frieden gebe ich euch, aber warum ist Religion gesellschaftlich nützlich, by example you showed me, aus mehrerern Gründen, livings alright, erstens brauchen die meisten menschlichen Wesen die harte Hand der Lenkung, die Religion gewöhnt ihre Gläubigen an passive Ergebung in die göttliche Autorität und züchtet damit eine heilsame Unterwerfung unter die herrschende Klasse, stay here with me, überdies werden die Menschen unlenkbar, wenn man ihren Wünschen und Bedürfnissen erlaubt, schneller zu wachsen als die Fähigkeit der Gesellschaft, sie zu befriedigen, stay here with me,
Dienstag, 10. Oktober 2006
Samstag, 7. Oktober 2006
als Bürge des Befriedigungsaufschubs kann die Frömmigkeit deshalb dazu beitragen, einer verhängnisvollen Überlastung des politischen Systems zu steuern, stay with me tonight, aber manchmal, ireligio, manchmal eben, inordinatio, kommt doch noch ein bisschen Unglück daher, und mit diesem Unglück muss man dann fertig werden, was einem im allgemeinen nicht schwerfällt, man war ja früher viel unglücklich, und hat viele Trostmittel bereit für solche Fälle, vor allem die Kunst, inrationabilitas,
der Herr Überlebensstratege tröstet sich mit der Kunst, er hat da so seine Lieblingsdichter und seine Lieblingsmusiker und geht alle Jahre einmal an ein Konzert oder in die Oper, I gotta getta away, im dunklen Anzug in die Oper, das hilft ihm dann, think I gotta go, auch ins Theater geht er, das hilft ihm auch, weil es ihn entsetzt und abstösst, I wanna fly away, das genau dokumentierte tragische Schicksal der Familie Spielrein zeigt, wie roter und brauner Terror in derselben Familie tragische Opfer forderten, sechs Angehörige aus zwei Generationen wurden ermordet und in anonyme Massengräber geworfen, John Weinzierl, guitar, voice, die Religion kann die Urangst des Menschen angesichts von Sterblichkeit und Tod und angesichts der entsetzlichen Stummheit und unendlichen Leere des Universums dämpfen, she's so hot,
Mittwoch, 27. September 2006
Religion ist sozial nützlich, weil sie die meisten Menschen infantilisiert, weil sie sie für die Realität abtötet und sie für den Schmerz betäubt, den eine unverstellte Sicht der Natur bei schwachen Geistern auslösen würde, shes givin me, dabei lächelte er liebevoll in sich, shes givin me a boner, Emerson sagt mir nach dem Herzen, bye bye, dem Poeten dem Philosophen wie dem Heiligen sind alle Dinge befreundet und geweiht, alle Ereignisse nützlich, alle Tage heilig, alle Menschen göttlich, oh Alexander, er bereut es jedesmal, wenn er ins Theater geht, aber es ist ihm dann doch auch wieder nicht so ganz verlorene Zeit, weil seine Feststellungen im Theater immer mit einem gewissen Genuss verbunden sind, ah mon cher, das Schlechte und Dumme kann ihm durchaus Genuss bereiten,
Sonntag, 17. September 2006
c’est la fin du monde, er sieht dann, dass im Theater nichts zu holen ist und er recht daran tut, nur einmal im Jahr ins Theater zu gehen, um eben diese Feststellung zu machen, dass nichts zu holen ist, tout le monde est devenue si méchant, er muss einmal im Jahr ins Theater, soviel Zeit kann er gewiss noch aufwenden, um festzustellen, ob etwas los ist, es könnte ja etwas los sein, man könnte ja auch etwas verpassen, bye bye, alle dreissig Jahre kommt vielleicht etwas, das man nicht verpassen sollte, eine Aufführung des Tasso mit dem jungen Bruno Ganz, c’est à qui dira le plus de mal des autres,
Florian Fricke on piano and Djong Yun, vocals, I'm gonna leave you woman, Djong Yun, vocals, manchmal geht er auch nur ins Theater, um wieder einen Abend lang unbeschäftigt zu sein, er muss dann nicht viel selber denken, kann einfach still dasitzen und zusehen, c’est une horreur, kann sich vielleicht eine kleine unschädliche Phantasie erlauben, sieht eine schöne Frau, oh Alexander you have, der höchste Muth des Erkennenden zeigt sich nicht da, wo er Staunen und Schrecken erregt, sondern da, wo er von den Nicht-Erkennenden als oberflächlich, niedrig, feige, gleichgültig empfunden werden muss,
Freitag, 15. September 2006
Dienstag, 12. September 2006
Chorus, oh, mein Lieber, das Ende aller Dinge ist da, die Leute sind samt und sonders so böse geworden, sie reden um die Wette Schlechtes von allen übrigen, es ist grauenhaft, Florian Fricke on the moog modular, in jedem Werke des Genies erkennen wir unsere eigenen verstossenen Gedanken wieder, sie kommen zurück zu uns mit einer gewissen entfremdenen Majestät, oh Alexander you have such a BIG hard-on, die Anlage, das Höhere aufzunehmen, sagte er, unter den Bäumen sitzend, ist sehr selten, und man tut daher im gewöhnlichen Leben immer wohl, solche Dinge für sich zu behalten und davon nur so viel hervorzukehren, als nötig ist, um gegen die andern in einiger Avantage zu sein, I could feel myself getting an erection as we kissed, die Nummer heisst Bettina, ja, sagte er, ich bin ja kein Fünfundzwanzigjähriger mehr und habe schon viele Dinge um mich her sich verändern sehen, Chorus, ich erkenne weder die Gesellschaft wieder, in der ja alle Schranken niedergerissen sind und wo eine Horde ohne Eleganz und Anstand bis in die Kreise meiner Familie hinein Tango tanzt, noch die Moden, noch die Politik, noch die Künste, noch die Religion, einfach nichts,
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