Montag, 3. Juli 2006

Martínez de Pisón liefert eine erschreckende Antwort, er fiel internen Macht- und Richtungskämpfen des wichtigsten Verbündeten der Republikaner, der UdSSR, zum Opfer, in der Führungsriege der Roten Armee stritten die Generäle um die angemessene Strategie im Kampf gegen die Franco-Truppen, um den Übersetzer ging es dabei bestenfalls am Rande, aspetta tue notizie, es gibt viele Dinge in diesem Leben, dachte sie, die man nur durch Zufall erfährt, hélas, wem diese Zufälle nicht begegnen, der geht diesbezüglich ganz und gar unwissend durch das Leben, der denkt, falls er überhaupt je auf den Gedanken kommt, dass es diese Dinge geben könnte, dass es diese Dinge nicht gibt, tout est changé, solche Menschen gibt es vermutlich viele, denn unsere direkten Erfahrungen sind begrenzt, und was immer wir lesen, ist ja immer nur Erfindung, nie ein wahrheitsgetreuer Bericht, je ne reconnais plus ni la société, wir sollten uns deshalb jetzt, anstatt zu schweigen, alles erzählen, was uns begegnet ist in unseren Leben, alles, wirklich alles, und alles vergleichen und studieren,
Chris Karrer, guitar, violin, voice, wie reduziert alle diese Menschen sind, wie wenig sie wissen, dachte sie, und gerne hätte sie ihm Fragen gestellt, ni les modes, aspetta tue notizie, er, der im umkämpften Madrid dem russischen General Wladimir Gorew als Dolmetscher zuarbeitete, hatte nur einen einzigen Makel, er diente dem falschen Herrn, denn Gorew gehörte innerhalb des sowjetischen Militärs zu jenen, die eine gemässigte Position vertraten und dafür plädierten, den Verbündeten weitgehend freie Hand zu lassen, Lothar Meid, bass, das trug ihm die Feindschaft der strategischen Hardliner ein, Arvo Pärt,

Freitag, 12. Mai 2006

wie lieben Sie, hätte sie ihn gerne gefragt, und wie werden Sie geliebt, je ne reconnais plus ni la politique, jetzt aber kann man nicht mit ihm reden, jetzt nicht, später dann sicher ganz uferlos, ni les arts, jetzt aber nicht, hat er nur dieses eine zarte Mädchen im Kopf, und jetzt denkt er darüber nach, wie er heiraten würde und wie wunderbar sich sein Leben vom ersten Tag der Heirat an gestalten könnte, ni la religion, wird er dieses sehr junge Mädchen heiraten, er wird es gewiss am Ende noch heiraten, dachte sie, einmal muss man sich dazu entschliessen, wenn man nicht komisch werden will,

Mittwoch, 10. Mai 2006

ni rien, und der Knabe könnte sehr wohl komisch werden, das sieht man auch, auf den ersten Blick, dachte sie, der braucht eine Frau, das ist ja klar, we're huge Johnny Cash fans, ach, wie dumm das alles ist, dachte sie und nahm ihr Buch, wollte lesen, konnte aber nicht lesen, weil ihr noch weitere Fragen in den Kopf kamen, and we had a camcorder and some green grease paint, eine der simpelsten Strategien, ihn loszuwerden, bestand darin, ihn militärischer Unfähigkeit zu bezichtigen, das tat man, indem man einige seiner Mitarbeiter, darunter Robles Pazos, der Spionage bezichtigte, if you had not been born you know, ich kenne kaum glücklichere Familien als die des Oberlandes, eines nahe Bern gelegenen Gebietes in der Schweiz, what would I, und es ist allgemein bekannt, dass dort die jungen Mädchen die Nächte vom Sonnabend zum Sonntag mit ihrem Geliebten zusammen verbringen, what would I be then,
wenn er von der Ungleichheit zweier Ichs bei einem grossen Schriftsteller sprach, dachte er an sich selbst, black folks is raw,


der Mensch, der im gleichen Körper lebt wie ein grosses Genie, hat kaum eine Affinität zu ihm, doch das ist der Mensch, den seine Freunde kennen, deshalb ist es absurd, das zu tun, was Saint-Beuve tat, nämlich den Dichter anhand des Menschen zu beurteilen oder anhand dessen, was seine Freunde über ihn sagten, I would not have strength to grow, wie das nur geschehen kann, wie er mich nur ablenkt und beschäftigt, dachte sie, er verwirrt mich, der Kleine, er bringt mich ganz durcheinander, mit was das wohl zusammenhängt, mit welchen Eigenschaften, hélas, wenn er mich verwirrt, wird er auch andere verwirren, dachte sie, verwirren, das kann er,

Dienstag, 25. April 2006

Sonntag, 23. April 2006

 

La confrérie soufie Alawiyya, dann wird auf der walstatt voll endloser gräber aufzucken der blutschein, Urban Platter, in unserer heteronormativ geprägten Gesellschaft sind Lieben und Begehren als obligatorisch, binär, heterosexuell, monoamourös und sexuell ausschließlich konstruiert, in 2 Bänden, es muss sehr schnell gegangen sein, wie er bei den ersten vorsichtigen Rundgängen bemerkt hatte, die Büros sahen so aus, als ob die Beamten nur gerade auf die Toilette gegangen wären, the same, die Türen standen offen, wie immer, die Fernseher liefen, die Zeitungen waren aufgeschlagen, in den Plastikbechern befand sich Kaffee, und mitten in den Gängen waren die mit Berichten beladenen Transportwagen abgestellt,

 

Montag, 10. April 2006

 

Sophia Albina Frommann,  er wünscht sich den Bürger wie einen Hund, der hungrig nach allem schnappt, was man ihm zuwirft, und anschließend dankbar mit dem Schwanz wedelt, Ganalolupa, neben uns sitzt ein geschniegelter Herr, gewiss gescheit, gewiss ein Mensch aus der Schickimicki-Szene, gewiss auch steinreich, denn sonst würde ihn das teuflisch schöne und teuflisch junge Mädchen, das er mit sich führt, nicht so anhimmeln, Belebe Allbeleberin, in der Einsamkeit frißt sich der Einsame selbst auf, in der Vielsamkeit fressen ihn die vielen, Freudesfreund, and these shall go away into everlasting punishment, but the righteous into life eternal,

 

Online-Streitbeilegung, ihr seid alle unausgebrütet, bemerkte er scherzend,  Online Dispute Resolution, eben deshalb, weil es so kam, kam es so, Chamberlain Tower, Maha Vimaana Madhyasta, Maha Nidra, Atmahetuka, Sarva Saadhaarani, Sukshma, Avidya, Paramaarthika, Anantarupa, Anantasthaa, Devi, Purusha Mohini, Anekaaraara samsthaanaa, Kaala traya vivarjita, Saint Phillip, grauenhafte Briefe und Zeugnisse, alles wird beseitigt, alles zur entarteten Kunst, Khalagni, mich denen beyzählen zu dürfen, die Allerhöchstihro glorreichem Wirken in treuer Gesinnung angehören,